Titelbild Schnalstaler Gletscher

320 PS am Schnalstaler Gletscher

320 PS am Schnalstaler Gletscher
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Wir haben uns gefragt, was es denn mit einem Rennwagen auf sich hat, der auf 3.200 m Höhe vor sich hin schwebt. Vor allem: Wie wird das bewerkstelligt? Um diese Fragen zu beantworten, erhielten wir eine Einladung von Fritz Rabensteiner und WS-Racing. Eine Einladung zu einem Event, bei welchem ein Rennwagen auf den Schnalstaler Gletscher transportiert werden soll. Eine Weltpremiere! Noch nie zuvor wurde ein “reinrassiger” Rennwagen auf diese Höhe transportiert. Ein schwindeliges Unterfangen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Ohne recht zu wissen, was uns an diesem Tag eigentlich bevorsteht, fuhren meine Kollegin und ich ins Schnalstal. Am Samstag, 07. März 2015, ging es um 7:45 Uhr an der Talstation los. Zitternd standen wir also am Fuß des Gletschers, da es anfangs noch ziemlich frisch und schattig war. Wir konnten unseren Augen kaum trauen. Tatsächlich stand da ein Ople Astra OPC Cup. Ein Rennwagen mit 320 Pferdestärken, Cup-Ausführung und separaten Bremsanlagen. Er stand auf einer Art “Trage”, die mit Seilen unter der Gondel befestigt wurde. Ich dachte mir nur: “Die wollen nicht im Ernst das Auto unterhalb der Gondel in diese Höhen befördern?!?” Es sah wirklich wackelig aus. Wirklich! Naja – aber was weiß ich schon. Als das Renngefährt angehoben wurde, hielten alle den Atem an.

Schnalstaler, Inntaler, Nord- und Süddeutsche hielten den Atem an

  • Gespannt wird der Abflug beobachtet.
    Gespannt wird der Abflug beobachtet.

Angefangen bei den Betreibern der Bergbahn des Schnalstaler Gletschers und dem Motorsportdirektor von Opel, Volker Strycek, über Fritz Rabensteiner, Thorsten Willems und sein Team des WS-Racing und natürlich alle anderen Zuschauer. Staunend und zitternd sahen wir den Rennwagen wanken, steigen, wieder wanken und in der Ferne verschwinden. Tatsächlich kam der Rennwagen oben an. Unterhalb der Gondel befestigt in 3.200 m Höhe befördert. Zeitgleich brachen die ersten Sonnenstrahlen ins Tal. Langsam wurde es wärmer.

Als wir mit der Gondel auf den Schnalstaler Gletscher hinterher fuhren, stand der Opel schon auf der Piste vor der Liftanlage, prachtvoll in der Sonne glänzend, Menschentrauben staunend drum herum. Alle waren sie begeistert, alle erleichtert, dass es geklappt hatte. “Ich bin stumm vor Glück, dass alles so gut geklappt hat!”, so Fritz Rabensteiner.

Volker Strycek von Opel unterstützt verrückte Idee

10:30 Uhr Pressekonferenz: Fritz Rabensteiner, Thorsten Willems und Volker Strycek, begrüßen alle. Bedanken sich bei den Sponsoren, Mechanikern, der Schnalstaler Bergbahn und allen anderen, die bei der Ermöglichung des aufwändigen Unterfangens beigetragen haben.
“Die Idee kam uns vor 2 Jahren.”, so Fritz Rabensteiner und Thorsten Willems. Volker Strycek von Opel musste die Idee einfach mit unterstützen – einfach weil sie so verrückt sei, anders. Die Vorbereitung dauerte lange, war knifflig aber auch spannend. Die technische Vorbereitung und die Absprachen mit dem Marketing vom Schnalstaler Gletscher brauchten Zeit. Details waren zu klären. Auch einige Rückschläge mussten zu Beginn eingesteckt werden. Doch letzten Endes lief ja alles mehr als glatt. Der Rennwagen Opel Astra OPC Cup hat 2 Jahre Rennerfahrung am Nürburgring. Ein tolles Team, das ihn hegt und mit aller Liebe pflegt. Und nun auch noch den Titel als erster Rennwagen, der in die schwindelige Höhe von 3.200 m an einer Gondel hängend in den Schnee transportiert wurde. Das hat schon was! Weil das einfach so etwas besonderes und – bis dato – einzigartiges ist!

Ein gelungenes Event

  • WS-Racing Bar. © Katerina Fiser
    WS-Racing Bar. © Katerina Fiser

Nach der Pressekonferenz gab es eine kleine Stärkung. Prosecco, Schüttelbrot, Südtiroler Speck und Käse – ein Gaumenschmaus. Mit gefülltem Magen und bester Laune konnte man sich nun dem nächsten Punkt auf dem Programm widmen: Freies Skifahren und ein geführter Ausflug zu der Eishöhle vom Gletscher. Gerade für die Besucher aus Norddeutschland war es ein besonderer Tag. “Ich stehe heute zum ersten mal auf Skiern. Und dann gleich auf einem Gletscher!”, so eine der Teilnehmerinnen. Dann, die Eishöhle – ein fantastischer Anblick! Die Sonnenstrahlen spiegelten sich im Eis. Allen verschlug es die Sprache. Was will man mehr? Bestes Wetter, eine beeindruckende Weltpremiere und derSchnalstaler Gletscher.

Alles in allem wirklich ein gelungenes Event und eine sensationelle Weltpremiere!

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